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Letzte Änderung: 08.06.2010
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Platinenätzen


1. Erstellen des Layoutes:


Bevor Sie mit der Arbeit am Layout beginnen sollten Sie sich alle verwendeten Bauteile heraussuchen. Zeichnen Sie zuerst das Layout auf ein Blatt Papier mit einem Rastermaß von 2,54 mm. Halten Sie dabei genügend Freiraum zwischen den Bauteilen. Zwischen einem Bauteil und einem Transformator sollte man mindestens 2 cm frei lassen.
Wenn der Entwurf fertig ist können Sie mit dem Zeichnen des Layoutes beginnen. Dabei sollten Sie darauf achten das Sie immer die größtmögliche Leiterbahnbreite verwenden. Bei den Lötaugen müssen Sie darauf achten, dass sie nicht zu klein sind und den Anforderungen entsprechen. Weiterhin muß man darauf achten, dass die kleinen Löcher in der Mitte der Lötaugen frei bleiben. Sie dienen beim Bohren der Löcher. Damit beim Ätzen der Platine die Leiterbahnecken nicht unterätzt werden, sollte man anstelle von einem 90° Winkel einen 45° Winkel zeichnen. Nachdem das Layout erstellt wurde sollte man das Layout unter einem Mikroskop nach Haarrissen untersuchen. Ist das Layout nun fertiggestellt schreibt man auf eine Seite "Lötseite" oder "Bauteileseite" sowie die Bezeichnung der Platine, seinen Namen und das Datum.

2. Das Belichten:


Zum Belichten der Platine klebt man das Layout mit der richtigen Seite nach oben (Lötseite muß spiegelverkehrt gelesen werden, Bauteileseite muß man von links lesen können) mit einem Klebestreifen auf die Glasplatte. Bevor Sie das Layout festkleben sollte die Glasplatte gründlich von Verunreinigungen gereinigt werden.
Die Platine muß bevor sie belichtet wird zugeschnitten und entgratet werden. Dabei müssen Sie darauf achten, dass die Schutzfolie nicht beschädigt wird. Erst wenn kein Grat mehr vorhanden ist darf die Platine Belichtet werden.
Zum Belichten zieht man die Schutzfolie ab und legt die Platine so schnell wie möglich auf das Layout. Schließen Sie den Deckel und belichten die Platine ca. 2 Minuten.

3. Das Entwickeln:


Vorsicht! Beim Entwickeln wird mit einer Lauge gearbeitet. Deswegen immer Sicherheitsmaßnahmen beachten. Zum Entwickeln benötigt man eine Schale mit lauwarmen Wasser (ca. 0,5l). Geben Sie auf einen Liter Wasser 10g Natriumhydroxid. Verrühren Sie den Entwickler bis er sich aufgelöst hat. Stellen Sie eine zweite Schale mit Wasser bereit um die Platine nach dem Entwickeln zu wässern. Legen Sie die Platine nach dem Belichten sofort in den Entwickler. Bewegen Sie die Platine im Entwickler solange bis sich keine Schlieren mehr von der Platine lösen. Beim Bewegen der Platine mit einer Pinzette muß man darauf achten, dass die empfindliche Fotolackschicht nicht verkratzt wird. Nach dem Entwickeln legen Sie die Platine zum Wässern in die zweite Schale. Nach dem Wässern kann die Platine wieder gelagert werden, dabei darf die Oberfläche nicht beschädigt werden. Der Entwickler kann für ca. 4 Europlatinen verwendet werden und muß danach neu aufgesetzt werden.

4. Das Ätzen:


Vorsicht! Beim Ätzen der Platine wird mit einer Säure gearbeitet. Deswegen immer Sicherheitsmaßnahmen beachten. Füllen Sie die Ätzflüssigkeit in das Glasgefäß. Da die Ätzflüssigkeit nur eine bestimmte Menge an Kupfer aufnehmen kann, muß nach einer bestimmten Zeit die Ätzlösung neu aufgesetzt werden. Beim neuen Aufsetzen geben Sie 1Liter Wasser (am Besten heiß) in das Glasgefäß. Bei Natriumpersulfat müssen Sie auf 1Liter Wasser 100g Ätzmittel geben. Für Eisen-III-Chlorid benötigen Sie auf 1Liter Wasser 250g Ätzmittel. Heizen Sie das Ätzbad auf 40 - 50 °C auf. Montieren Sie die Platine in den Halter ein und hängen den Halter mit der Platine in das Ätzbad. Die Ätzdauer kann durch das Umwälzen der Ätzflüssigkeit beschleunigt werden. Sie beträgt bei einer frischen Lösung ca. 15 Minuten. Nachdem die Platine fertig geätzt ist muß Sie gewässert werden und kann danach zugefeilt, gebohrt und bestückt werden.

5. Das Entsorgen:


Da der Entwickler nach ca. 4 einseitigen Europlatinen nicht mehr verwendet werden kann wird er zu Sondermüll und muß Entsorgt werden. Die Ätzlösung kann bis zu ihrer vollen Sättigung verwendet werden und muß danach durch eine Firma entsorgt werden.

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